Hier bloggt der Chef noch selbst.
Über sein Hotel und die regionale Küche, über Berlin und seine Events, gibt Ausflugstipps und berichtet über das, was ihm auch sonst noch so in den Sinn kommt.
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    Der Concierge – die Seele vom Hotel

    WAHRE GESCHICHTEN AUS DEM ALLTAG GUTER GEISTER
    (Leseprobe mit freundlicher Genehmigung des Klocke Verlag)
    Haben Sie zufällig im Fernsehen den Film „Ein Concierge zum Verlieben“ gesehen? Dem Hollywood Streifen, der hauptsächlich im Hotel spielt, waren hohe Einschaltquoten beschieden, mit dem Alltag in der Hotellobby hatte die Kuschelstory allerdings wenig zu tun. Die Kernaussage aber, dass der Concierge die Seele eines jeden guten Hotels sei, die gilt auch in der täglichen Praxis. Einer der besten seiner Zunft ist in Deutschland gewiss der Chef-Concierge im Berliner „Adlon“, Raffaele Sorrentino, der mit vier weiteren Mitarbeitern rund um die Uhr Unmögliches möglich machen soll. Erst kürzlich war die Tochter eines Stammgastes in Amsterdam gelandet, ohne Papiere, ohne Geld. Ihre Tasche war vor dem Abflug im New Yorker Airport verloren gegangen. Nun saß sie fest, durfte nicht nach Berlin weiterreisen, nicht einmal den Flughafen verlassen. Sorrentino ließ seine Beziehungen spielen, ein befreundeter Concierge in Amsterdam brachte der unglücklichen Frau Geld. Gleichzeitig glühten die Drähte zur Botschaft in Den Haag. Schließlich stellte das Hotel 20 000 Dollar Kaution und der Gast konnte mit einem Ersatzpass nach Berlin weiterreisen. Für Sorrentino eine Alltäglichkeit, nur eine von unzähligen Hilfsaktionen. Manchmal sind die Wünsche der Gäste allerdings so ausgefallen, wie es sich nicht einmal Drehbuchakrobaten von Filmstorys vorstellen können. Was beispielsweise Josef Paulke, lange Zeit Chef-Concierge im „Mansion on Turtle Creek“ in Dallas, einem der besten Hotels der Welt, an einem ganz normalen Arbeitstag regeln sollte. Da verlangte der Gast aus der Suite 708 mal eben ein Düsenflugzeug. Der Ölunternehmer wollte keine Plätze buchen oder einen Jet mieten, kaufen wollte er, gleich, sofort. Paulke recherchierte, organisierte, stellte Verbindungen her, wird von einem anderen Gast, einem Stammkunden auf 349, unterbrochen. Der wünscht am Nachmittag, mit einem schwarzen Araberhengst hinaus in die Prärie zu reiten. Geschwindigkeit ist keine Hexerei, Pferd bestellt, Sattel besorgt. Schließlich wird Paulke gebeten, für einen auf Antiquitäten fixierten Geschäftspartner zum Geburtstag einen Engel aus dem 16. Jahrhundert zu besorgen. Ein Glück, dass ein guter Concierge die besten Adressen kennt. Nur die Wünsche nach lebenden, leicht gestrauchelten Engeln auf dem Weg zu einsamen Herren werden im „Herrenhaus am Schildkrötenbach“ (so die Übersetzung des Hotelnamens), das zur „Rosewood“-Gruppe gehört, nicht erfüllt. Scheich Mohammed Al Maktoum aus Dubai machte den Portier des Hamburger „Vier Jahreszeiten“ sprachlos, als er ihn bat, zehn Milchkühe mit Stammbaum und Gesundheitszertifikat aus der Nordheide zu besorgen. Auch hier wurde das Geschäft reibungslos abgewickelt. Der Scheich zahlte bar und ließ die Kühe mit einem Lufthansa- Spezialtransport nach Dubai bringen. Amerikas bester Concierge, Jack Nargil, einst Assistent eines Senators, später Präsident seiner Berufsvereinigung, wurde „Petrus der Hauptstadt“ genannt, weil er jedem guten Gast Tür und Tor öffnen konnte. Ich lernte ihn im „Four Seasons Washington“ kennen. Dem Chef der Nebraska Bank, der sich neu orientiert und seinem jungen Glück das Finale in Wimbledon versprochen hatte, besorgte Nargil in zwei Stunden Concorde-Flüge, Limousinenservice in London, Tribünenkarten am Center Court und das Abendessen bei Sternekoch Mosimann. Nur einmal musste er passen, als eine Schauspielerin aus San Diego ihn bat, doch persönlich einen Stadtplan in ihre Suite zu bringen, und sie ihn dann in aller Offenheit textilfrei empfing. Ein Concierge im wahren Leben wird auch da nicht schwach.

    Heinz Horrmann gehört zu den renommiertesten internationalen Reiseautoren. Es gibt weltweit nur wenige Travelwriter, die jedes Jahr ebenso viele Hotels besuchen, auf Kreuzfahrtschiffen unterwegs sind oder den Komfort an Bord von Langstreckenflügen testen wie der Geschäftsführende Redakteur der WELT und WELT am SONNTAG.

    In dem Buch IN FREMDEN BETTEN, einer Auswahl seiner gleichnamigen Kolumnen aus der WELT am SONNTAG, die die meistgelesene Hotelkolumne in Tageszeitungen im deutschsprachigen Raum ist, berichtet er von seinen Erlebnissen in den besten Hotels rund um den Globus, die er mit seiner unnachahmlichen Art sowohl mit unverhohlener Kritik als auch mit versteckter Ironie oder einem charmanten Augenzwinkern stets amüsant und kurzweilig erzählt.

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