Archiv für den Tag: 13. Juli 2009

Selbstmord auf Raten – Der Berliner Hotelmarkt

“In Berlin begehen die Luxushotels schon lange Selbstmord auf Raten. Seit Jahren betreiben sie ein gefährliches Preisdumping, das in diesen schwierigen Zeiten nun noch forciert wird.”

Was für ein erfrischender Artikel aus DIE ZEIT vom 09.07.2009 (Ausgabe Nr. 29) von Tomas Niederberghaus.

Das Thema sind die Berliner Luxushotels und die Gäste, die in diesen Zeiten Luxus sind.

Das Problem, und das hat der Autor gut erkannt, sind die “abstürzenden” Zimmerpreise der 5 Sterne Hotels und das Szenario: -wer wohnt dann in den Luxusbetten!?

Die Hotels sind ja nicht leer.

Wobei ich mir die Frage stelle, wer für diese “Abstürze” tatsächlich verantwortlich ist, denn wenn die Preise in Berlin schon niedriger sind als in Bielefeld oder in Kaiserslautern; wie tief werden diese dann noch Fallen?

Sind hier die verantwortlichen Hauptakteure nun die Direktoren, oder doch die Verkaufsabteilungen, die nur nach Marktanteilen schauen, mit der Hoffnung “in 2 Jahren werde ich befördert!”

Ein Berliner Hotelier aus einem renomierten 5 Sterne Hotel wird in diesem Artikel zitiert, der sein Hotel mit 89.-/89.- Euro pro Nacht erfolgreich vermarktet. Das aber zwei Wochen vorher das Hotel bei HRS für 69.-/ 69.- Euro und nur eine Woche vorher für 79.-/ 79.- Euro angeboten worden ist, wurde nicht erwähnt. Dazu noch die 13 % Provision, die vom Hotel an HRS gezahlt werden müssen. Big Deal!

So kann das ja nichts werden. Aber dadurch ergeben sich z.B. für die mittelständischen Hotels auch Chancen:

Die Stammgäste wohnen dann zum gleichen Preis wie in einem 3 Sterne Hotel mal eine Nacht im Adlon, Ritz Carlton oder Esplanade Hotel.

Die Ausquartierung wird so zum Event! – Die Art von Kundenbindung in der Krise!

Für uns gilt aber auch das Gleiche wie für alle 5 Sterne Hotels: Gäste sind jetzt der größte Luxus.