Archiv für den Tag: 14. Februar 2010

Die 60. Berlinale

Der Berlinale Report – Teil 4
Heute nur ein kurzer Bericht, da es ein langer Tag war (der letzte Film endete um kurz nach Mitternacht und um 6 Uhr 30 will ich an der Schlange stehen..die Nacht verspricht kurz zu werden.

So entspannt war es in der Schlange schon lange nicht mehr.. ich kam um 6 Uhr 34 in der Urania an und war VIERTE.

So lässt sich das Anstehen aushalten. Es leuchteten auch noch die Lichter der Eingangsbeleuchtung, die großen Scheinwerfer gaben warmes Licht ab und wir konnten uns ab und zu die Hände daran wärmen.

Ziemlich eilig ging es dann ins International zu einem der ersten Highlights der diesjährigen Berlinale. Der Film “Die Spur der Bären” ist ein Rückblick auf 60 Jahre Berlinale und eine wirklich gelungene Sache. Die Macher und das Team waren anwesend und beantworteten reichlich Fragen. Vor Beginn des Films galt es aber noch, eine Ehrung durchzuführen: die Gießerei Noack, die den Bären gießt, der alljährlich verliehen wird, erhielt die Auszeichnung der Berlinale-Kamera. In Empfang wurde dieser Preis von Hermann Noack dem 3., der mit seinen 80 Jahren aber noch einen sehr aktiven Eindruck machte. Für mich war es ein unverhofftes Wiedersehen, da eben dieser Herr Noack bei mir im Hotel St.-Michaels-Heim , das ich leite, wenn ich nicht im Kino sitze, einmal eine Figur auf der Brunnenskulptur vor der großen Eingangshalle repariert hat.
Jedenfalls gab es eine bewegte und liebevolle Laudatio durch Herrn Kosslick und Herr Noack machte auf sympathische Art und Weise seinen Unmut darüber deutlich, dass diese Berlinale Kamera nicht in seiner Firma gegossen wurde:-)
Mit großer Verspätung und daher in großer Eile fuhr ich dann ins Cinestar zu dem sehr bewegenden Dokumentationsfilm “Making the boys“, über das Making of des Filmes und Theaterstücks “The boys in the band”. Gelungen und ziemlich traurig.
Da ich heute spät dran bin, nur eine Kurzversion:
“I’m in trouble” leider bedeutungslos und fast langweilig.
“Die Fremde” : die Regisseurin hat aus dieser wahren Geschichte ein Klischeedrama gemacht, das nur durch die gute Hauptdarstellerin und den süssen kleinen Kinderdarsteller rausgerissen wird. Schade, denn das hätte viel Diskussionsstoff geben können, wenn man es besser aufbereitet hätte. Aber der Fanclub war dabei und so tobte das Publikum im ausverkauften Zoopalast.
Mein persönlicher Hit vom Samstag (von dem Berlinale-Film mal abgesehen) ist “Mine Vaganti”, eine Komödie aus Italien über ein bzw. zwei Comingouts. Tolles Szenenbild, super sympathische Darsteller, sehr schöner Soundtrack und einfach klasse. Ein bisschen war er interessanterweise mit der “Fremden” vergleichbar, da es auch um Traditionen ging und “was sagen die Leute” bzw. Ehre, aber es wurde halt leichter aufgelöst.. war ja auch eine Komödie.

Die Kinos sind leider total überhitzt, wahrscheinlich wollen die den Getränkeumsatz ankurbeln;-)

Morgen mehr

Nana Frisch

PS. Das Problem mit der Überhitzung gibt es in einem der besten Kinos weltweit nicht. Die Astor Film-Lounge, die nur ca. 400 Meter vom Berlin Plaza Hotel entfernt ist!!!

Von der Berlinale zum Karnevale

Berlin Hejo!

Gerade noch nicht lange ist es her, da tummelten sich die Stars und Sternchen auf dem roten Teppich vor den Premiere-Berlinale Kinos.
Und in 2 Stunden turnen die Jecken auf dem Kurfürstendamm herum! Es werden sicherlich wieder 1 Millionen Zuschauer sein, die den Faschingsumzug begeistert zusehen werden. Schön, dass so viele gekommen sind nach Berlin, um sich zu zeigen, um sich zu amüsieren.

Und um 12.00 Uhr gehe ich mal ein Bierchen in der Knese trinken!