Archiv für den Tag: 15. Februar 2010

Berlinale 2010 Report

Der Berlinale Tipp und Empfehlenswerte Filme

“Der Sonntag ist quasi fast Bergfest und für mich immer mit dem Montag zusammen der anstrengendste Tag. Jetzt beginnt die Müdigkeit durchzuschlagen, die Reaktionen werden langsamer, die Aufnahmebereitschaft nimmt ab, ich steige in die falsche Ubahn, stehe vor dem falschen Kino (das ist mir zumindest letztes Jahr passiert) oder ich verplane mich mit meinen Zeiten. Berlinale heisst auch gut zu Fuß sein, da man ständig zu spät ist.
Es gibt ja mindestens zwei Sorten Berlinale-Besucher (außer den Akkreditierten und Presse-Leuten): die die nur in den Berlinale-Palast gehen, sich die Stars angucken und eben die Wettbewerbsfilme gucken – und die, die vor allem kleine Produktionen anschauen aus Ländern, die man gerne hat, oder in die man nie hinkommt. So geht es mir: ich gucke bevorzugt Filme, die ich niemals im Leben im Kino sehen könnte, weil sie gar keinen Verleiher finden. Oder Filme in Originalsprache aus spanisch-oder französich-sprachigen Ländern (zum Üben) oder Filme aus Korea, Brasilien, China, Japan – also Länder, in die ich definitiv leider nie fahren werde. Und dann ist es mein Ziel, über 50 Filme zu schaffen Dieses Jahr ist das einfacher alles unterzubringen, da die Filme nicht mehr so ewig lang sind. Letztes Jahr waren alle 140 – 160 Minuten lang, das hat das ganze etwas schwierig gemacht.
Gestern musste ich dann zum ersten Mal einen Film verkaufen, weil Gott sei Dank eine Freundin gemerkt hatte, dass sich das gehörig überschnitt: 19.15 im Cinestar und 20 Uhr im Cinemaxx, das konnte nicht gut gehen. Also entschied ich mich gegen “Au revoir Taipei” und machte eine Wartende glücklich, und für “Plein Sud”, was wohl eher ein Fehler war. Dieser Film ist ziemlich unnötig, eigentlich ein Roadmovie über einen jungen Mann, der von Frankreich nach Spanien fährt, um mit seiner Mutter eine alte Rechnung zu begleichen, aber die Handlund ist ziemlich uninteressant. Da helfen nur die wirklich schönen Darsteller und die irre baskische Landschaft, durch die er dann kurz fährt. Wieder mal schläft das halbe Kino, ich teilweise auch:-(
Mein absoluter Höhepunkt war “Tanzträume – Jugendliche tanzen Kontakthof von Pina Bausch“. Für Freunde des Ausdruckstanzes, aber eigentlich für jedermann ein Muss! Was man mit Jugendlichen machen kann, wenn man es schafft, sie zu begeistern. Eine Hommage an Pina Bausch und die wunderbaren Menschen, die ihren Stil übernommen haben und ein Händchen für Menschen haben. Der Friedrichstadtpalast tobte vor Begeisterung, zumal die jungen Leute aus Wuppertal alle anwesend waren und sich zurecht viel viel Applaus abholten.

Noch zwei empfehlenswerte Filme:
Waste Land: Abfallsucher aus Brasilien werden zur Kunst (Näheres kann man man ja nachlesen). Am Anfang für müde Menschen anstrengend, weil zu viel Text und Interviews, aber dann wird der richtig spannend und auch mal wieder sehr bewegend, weil es zeigt, dass Kunst helfen kann.
Indigène D’eurasie: französich-russicher-litauischer Thriller, grau in grau, aber mit einem fantastischen Hauptdarsteller (Daniel Craig des Ostens) und einer spannenden Geschichte.
El vuelco del cangrejo war wieder mal so ein Film, den die Welt nicht braucht, vielleicht war ich aber einfach nur zu müde.
Da stellt sich dann heraus, ob die Sitze eines Kinos gemütlich sind oder nicht:-)

Morgens hatte wir das Glück, dass wir wieder einen Gasofen hatten. Der Mann, der vor drei Tagen total verhüllt im Schlafsack lag (siehe Bild), hat jetzt das Frieren satt und wärmt sich uns uns mit seinen Gasöfen… Vielen Dank..
Übrigens passiert es immer noch, dass Menschen sich einfach an dieser Schlange vorbeidrängeln und kurz vor Beginn der Kassenöffnung plötzlich hinter einem stehen und total verwundert sind, wenn man sie ziemlich barsch ans Ende der Schlange verweist. Da sind sich Gott sei Dank alle einig, denn ein Mensch mehr oder weniger kann eine Minute ausmachen, die bei sehr begehrten Filmen dazu führen kann, dass man die Karte nicht mehr bekommt. Ich war gestern 11. und war z.B. die Letzte, die für den Film “Youth in revolt” für Donnerstag noch ne Karte bekommen hat. Spannend finde ich dann nur, wie wichtig einem so was sein kann. Wir verteidigen unsere Plätze ziemlich vehement – dabei geht es doch nur um Kinokarten. Aber kurz vor zehn geht der Puls schneller, die Wangen werden rot und man konzentriert sich auf seine Liste und WEHE, man wird gestört, der Kartendrucker fällt aus oder man merkt plötzlich, dass man eine Nummer nicht rausgesucht hat.

Alles in allem war der Sonntag ein gelungener Tag, ich habe sogar mal was warmes gegessen, was in dieser Woche nicht unbedingt selbstverständlich ist.
Bis morgen!”

Nana Frisch

Business Lunch in der Knese

Die 7. Kalenderwoche vom 15. Februar 2010 bis zum 19. Februar 2010 hält folgende Gerichte zum Mittagessen von 11:30 Uhr bis 15:00 Uhr in der Knese bereit:

Montag, 15. Februar
€ 6,50 Blut- und Leberwurst mit Sauerkraut und Kartoffeln
oder
€ 9,50 Schweinemedaillons mit Blumenkohl und Macairekartoffeln

Dienstag, 16. Februar
€ 6,50 Hackbraten mit Mischgemüse und Kartoffeln
oder
€ 9,50 Putensteak auf Rahmchampignons zu Kartoffelgratin

Mittwoch, 17. Februar
€ 6,50 Germknödel mit Pflaumen
oder
€ 9,50 Kalbsbraten mit Rosenkohl und Kartoffeln

Donnerstag, 18. Februar
€ 6,50 Hähnchencurry mit Reis
oder
€ 9,50 Lammkeule mit geschwenkten Bohnen und kleinen Kartoffeln

Freitag, 19. Februar
€ 6,50 Gemüsemaultaschen mit geschmolzenen Zwiebeln
oder
€ 9,50 Lachsmedaillons auf Penne mit Gurken-Dillrahm

Wie gewohnt mit einer Tagessuppe, einem Glas Mineralwasser und einer Tasse Kaffee!