Archiv für den Tag: 18. Februar 2010

Berlinale Tipps

Immer Mittendrin

Respekt Frau Frisch. Immer wieder schön zu Lesen, und Ihre Berichte regen an, im nächsten Jahr mal mit Ihnen in der Schlange zu stehen!! Dann aber mit Thermoskanne und Lieferservice vom Berlin Plaza Hotel!! Das mit dem Kaffee bekomme ich in diesem Jahr nicht mehr hin! Danke für den folgenden Bericht:

“Heute nur zwei bzw. drei Filmempfehlungen – zu mehr fehlt mir die Kraft, der Tag war zu lang und die Filme doch recht dicht.
Das letzte Mal anstehen war jedenfalls schon mal sehr eigenartig. Es ist wie der letzte Tag im Urlaub, komisches Gefühl. Ich war an erster Stelle, weil ein Freund von mir heute netterweise das Anstehen übernommen hatte und da heute kaum noch was los war, war er um kurz nach 6 Uhr der Erste. Das war mal fein!

Ich hatte dann nur gute Filme:
Im Schatten” von Thomas Arslan – großes Lob, gelungener Film, der auch noch in Berlin spielt. Übrigens eine kurze Szene auch im Excelsior Hotel, grins.
Youth in revolt” – über das Erwachsenwerden und die Liebe – großartiger Michael Cera, schöner Film.
Postcard to daddy” sehr bewegende Doku eines Regisseurs aus Lörrach über den jahrelangen sexuellen Mißbrauch durch seinen Vater.
“Winter’s Bone” – Familiendrama aus Missouri, fantastische Hauptdarstellerin, spannende, wenn auch sehr düstere Geschichte.
Und zum Abschluß “Barriere” von Andreas Kleinert. Witzigerweise spielte in einer kleinen Nebenrolle (der Treckerfahrer) ein Bekannter von mir mit, was ich aber vorher nicht wußte.

Ein gelungener Tag – und heute habe ich sogar wieder was warmes gegessen, ein Schälchen Obst zu mir genommen und ein Lassi getrunken, also fast gesund gelebt:-)”

Cineastischer Gruß
Nana Frisch

 Blick auf das Bundeskanzleramt mit Chillida-Skulptur "Berlin" im Vordergrund Die Internationalen Filmfestspiele Berlin werden gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
Copyright: “Bundesregierung / Kühler, Bernd

TMC in Berlin

Imagefilme für Hotels

Wie klein die Welt doch ist. Zwei Münchener in Berlin!
Gut informiert über unser Hotel und gut bestückt mit Werbematerial, Datenträger und guten Ideen gab es geute ein Termin in unserer Lounge mit den Gesellschaftern der Firma TMC-Film aus Müchen. Kurze und gute Produktpräsentation, einen Kaffee und dann weiter zum nächsten Kunden, der Firma BB-Stil.

Tele Medien Consult ist eine Film & Fernseh Realisations GmbH. Die Schwerpunkte liegen in der Pre-Production, Durchführung und Post-Production von Imagefilmen für die gehobene Hotellerie und Gastronomie, Tourismus, Gesundheit und Lifestyle Themen sowie Berichte über aktuelle Events wie z.B. Deutscher Filmball, Cart Rennen in Österreich, Starnacht im Montafon, etc.

Mal sehen, wann der erste Film vom Berlin Plaza Hotel und vom Hotel Astoria bei Youtube, Tripadvisor etc. zu sehen ist!??

Berlinale in Berlin

Das letzte mal Anstehen!

“Heute hatte ich um 22 Uhr 30 meinen ersten Wettbewerbsbeitrag im Berlinale-Palast, weswegen es jetzt doch sehr spät geworden ist und ich daher nur ein paar kurze Worte verliere. Der Wettbewerbsfilm Shekarchi – the Hunter – , eine iranisch-deutsche Produktion, hat leider nicht überzeugt. Tolles Sounddesign, aber der Stoff war unlogisch, die Handlung nicht stringent und irgendwie war ich von dem Film nicht angetan. Schade, denn der Regisseur, der gleichzeitig der Hauptdarsteller ist, ist sehr sympathisch und ich hätte es dem Iran gegönnt.
Ein Highlight heute war “Jep”, ein Kinderfilm über ein Vogel-Menschen-Kind. Echt süsse Geschichte mit einer niedlichen Hauptfigur und einem immer noch sexy wirkenden Huup Stapel (der Traum meiner nunja Jugend:-)
Außerdem Perspektive Deutsches Kino mit “Cindy liebt mich nicht”. Empfehlenswertes Roadmovie über die Liebe und den Wahnsinn.
In der Schlange gab es heute morgen fast ne Schlägerei, weil sich kurz vor zehn Uhr einer eingeschmuggelt hatte und nicht weichen wollte. Die konkurrierenden Parteien wurden doch sehr laut, aber man schaffte es, ihn rauszunehmen. Es ist einfach nicht gerecht – wir stehen seit 5 Uhr und dann denkt einer, er könne das einfach so umgehen? Es hört sich vielleicht lächerlich an, aber eine Person kann wirklich darüber entscheiden, wer nun noch ne Karte bekommt und wer nicht. Selbst wenn er gar nicht Wettbewerb gucken will, er blockiert die Kasse (heute wieder nur zwei, um halb elf kam eine verschlafene Dritte hinzu)! Es ist faszinierend, dass immer wieder Leute versuchen, unser System zu durchbrechen. Ob die sich bei Aldi auch einfach mittenrein stellen? Ich denke da öfter darüber nach: wenn es bei uns gar keine Anstellsysteme gäbe, wäre es ja verständlich. Aber es gibt Schlangen im Supermarkt, Schlangen am Bus, Schlangen am Flughafen. Schlangen in der Philharmonie. Nur bei der Berlinale gehen unverfrorene Menschen an 100 wartenden anderen vorbei und reihen sich vorne ein. Absolut unverständlich.

Bin heute super müde, es hilft kein Kaffee und keine Cola mehr, ein Film, der nicht sofort packt, wird nicht mehr richtig wahrgenommen. Sowas wie “el recuento de los danos” mit 9 Szenen und der absolut langsamsten Kameraführung meiner diesjährigen Berlinale, trägt da nicht gerade zum Wachbleiben bei. Das Ödipus-Thema ist auch schon weitaus besser behandelt worden in anderen Filmen……….uninteressant.
“Orly” auch naja……..nett beobachtet, aber brauche ich diese Informationen? Da wäre unser lang geplanter Film über die Schlange und die Lebensläufe der Ansteher spannender.

Allen Lesern einen fröhlichen Tag – ich stehe heute das letzte Mal an – wie schön!”

Nana Frisch