Archiv für den Tag: 22. Februar 2010

Business Lunch in der Knese

Die Wochenkarte in unserem Restaurant Knese – Berliner Speiselokal:

Montag, 22. Februar
€ 6,50 Risottoschnitzel auf Blattspinat und Butterkartoffeln
oder
€ 9,50 Kalbsgoulasch mit Spätzle und kleinem Salat

Dienstag, 23. Februar
€ 6,50 Rindertafelspitz mit Bouillonkartoffeln und Meerrettichsauce
oder
€ 9,50 Schnitzel vom Schwein mit Buttererbsen und Pommes Frites

Mittwoch, 24. Februar
€ 6,50 Kartoffel-Kürbiseintopf mit Wildbockwurst
oder
€ 9,50 Geschmorte Rehkeule mit Rosenkohl und Herzoginkartoffeln

Donnerstag, 25. Februar
€ 6,50 Bratwurst mit Sauerkraut und Kartoffeln
oder
€ 9,50 ½ Hähnchen mit Pommes Frites und Krautsalat

Freitag, 26. Februar
€ 6,50 Paprikaschote gefüllt mit Hackfleisch zu Tomatensauce und Reis
oder
€ 9,50 Rotbarschfilet überbacken zu Lauchgemüse und Reis

Inklusive Tagessuppe, einem Glas Mineralwasser und einer Tasse Kaffee!

Werktäglich von 11:30 Uhr bis 15:00 Uhr.

Guten Appetit!

Berlin Events

Die Berlinale

Der Berlinale Bericht von der Berlinale -Insiderin und unserer besten Filmktitikerin in Berlin.

“Tja, nun gilt es zwei Tage zusammenzufassen und ich werde es kurz machen.
Als hätte ich mir nicht denken können, dass ich sehr sehr müde sein würde, hatte ich mir für 9 Uhr 30 am Samstag den ersten Film im Friedrichstadtpalast gelegt. Zu allem Überfluß gab es Pendelverkehr in der S-Bahn und ich erreichte zusammen mit einer Schlangen-Bekannten ganz knapp die Vorstellung. Gott sei Dank hatten wir connections, die uns drin einen Platz freihielten.
Der Film “en famille” war sehr bewegend und erhielt großen Beifall. Gleich im Anschluß sahen wir “The killer inside me”, den ich allen Kritikern zum Trotz genial fand. Die Buhrufe waren definitiv nicht gerechtfertigt, Winterbottom spricht hier ein sehr wichtiges Thema an und er hat es auch gut umgesetzt. Es sind zwar einige Gewaltszenen zu deutlich und auch eigentlich überflüssig, aber die Geschichte ist spannend und Affleck spielt wirklich hervorragend.
Dann fuhr ich ins Delphi und sah “Eine flexible Frau”, irgendwie auch ein Berlin-Film, aber eigentlich geht es um eine nicht mehr ganz junge Frau, die plötzlich arbeitslos wird und sich mit den dadurch entstehenden Problemen konfrontiert sieht. Sie will aber nicht aufgeben und wehrt sich gegen das Abdriften.
Dann schnell in den Zoopalast (oh Mann, ist dieser Saal immer wieder berauschend, so groß und plüschig!) in “Welcome to the Rileys”, runder schöner stimmiger Film mit drei superguten Hauptdarstellern.
Schnell machte die Runde, wer den Goldenen Bären gewonnen hatte und wir fühlten uns bestätigt: “Bal” hatte gewonnen und das hatten wir aus diversen Gründen schon vermutet. Schade sonst sehe ich jedes Jahr durch Zufall den Gewinnerfilm, diesmal hat mein Instinkt mich hier verlassen.
Den Abschluß bildete der echt uninteressante Film “Fin”, der uns nur deshalb wach hielt, weil wirklich nix, aber auch gar nix geschah und wir unbedingt mitkriegen wollten, WENN denn was geschehen würde, was nicht passierte. Das anschließende Gespräch mit dem Regisseur war noch ganz nett, weil der sich doch echt bedankte, dass soviele noch drin geblieben waren. Allerdings war zwischen durch der Fluchttrieb schon recht hoch. Die Landschaft war sehr schön, auch wenn er fünf verschiedene Landschaften zusammengewürfelt hatte und seine Protagonisten innerhalb von kürzester Zeit durch verschiedene Zonen laufen liess…………

Der Sonntag stand im Zeichen von Kinderfilmen und Shah Rukh Khan.
Erst sah ich im Zoopalast den Film “This Way of life”, ein Highlight für dieses Jahr. Wundervolle Doku, die keine Sekunde langweilig ist und man möchte sofort die Koffer packen und nach Neuseeland fahren.
Dann “Son of Babylon”. Nach den tollen Landschaftsbildern aus dem vorherigen Film waren diese Wüstenbilder nun doch sehr eintönig. Alles war noch dazu sehr langatmig und betont ausdauernd und das strengte ein wenig an, auch wenn das Thema ein sehr heikles war und der Hauptdarsteller klasse spielte.
Kinderfilmfest-abschließend kam dann “Susa”, ein Film aus Georgien. Im ersten und im letzten Film waren Regisseure und einige Darsteller anwesend. Das finde ich gerade bei Kindern aus Ländern, die so weit weg sind, schon sehr bemerkenswert. Und es ist schön, zu sehen, wieviele Kinder sich dann anstellen, um Fragen stellen zu können.
Die Karte für die Verleihung des Panorama-Publikumspreises hatte ich verkauft, denn “Waste Land” hatte ich schon gesehen. Das hat nun zur Folge, dass ich doch nur 50 Filme geschafft habe, aber es kommt ja auch nicht auf Quantität, sondern auf Qualität an:-)
Mit vielen Schlangen-Freunden (ausdauernd wurden Tops und Flops diskutiert, bei einigen Filmen waren sich dann doch alle einig: “Fin” ein Flop, “Na putu”,”Mine Vaganti” und “Im Schatten” ein Top) zusammen guckten wir den Gewinner des Max-Ophüls-Preises 2010, den Film “Schwerkraft”. Begleitet von einem super Soundtrack hätte er mit einer gut durchdachten Story und einem meiner Lieblingsschauspieler (Jürgen Vogel) auch gut der Abschlußfilm der Berlinale 2010 sein können………
Aber nein, mein guter Freund R. und ich hatten uns noch den “My name ist Khan” rausgesucht, um das Ende Berlinale 2010 im Berlinale-Palast sehen zu können. Wir wetteten vorher, dass wir es bestimmt nicht bis zum Schluß durchhalten würden, denn der Film dauert 165 Minuten. Doch überraschenderweise war er unterhaltsam, bunt und leidlich spannend, so dass wir es trotz vorgerückter Stunde schafften, wach zu bleiben und die bunten Bilder zu geniessen. Der Film wäre besser, wenn er 40 Minuten kürzer wäre, aber was soll’s.
Achja, im Anschluß an “Schwerkraft ” zeigte das Berlinale-Team noch einen Überraschungsfilm für den scheidenden Alfred Holighaus, eine liebevolle Hommage an den Mann, der die Perspektive Deutsches Kino zu dem gemacht hat, was sie heute ist. Danke, Alfred.

Auf glattem Boden liefen wir dann Richtung U-Bahn und Auto nach Hause, trafen noch ein paar Bekannte, blickten noch einmal wehmütig auf die Scheinwerfer zurück und auf die großen Plakate und wußten: das war es jetzt definitiv.

Jetzt ist sie zu Ende – die Berlinale 2010.

Jetzt heisst es erstmal ausschlafen – und Montag abend ins Arsenal – “Kyoto Story” gucken, ein Forum-Film. Quasi zum Nacharbeiten:-)
Und der GhostWriter fehlt mir ja auch noch, und Invictus und An Education und und und…….

Vielen Dank an die geneigten Leser für Eure Aufmerksamkeit.”
Nana Frisch