Konzertsommer Berlin – nur welcher Sommer? – ach ja 1987

Pink Floyd schön und gut, auch gesehen, aber hier eine Konzerterinnerung aus der Seniorenfraktion: 

1987, die Mauer steht, die jungen Männer zieht es in die wehrdienstfreie Zone, beim Sonntagsspaziergang ist am Schlosspark Glienicke Schluss, im Transitverkehr schiebt der Westbesuch sein Auto noch stundenlang vor zum Grenzpunkt und den jungen, unternehmenslustigen Arbeitnehmer lockt der Berlinzuschlag…. 

 Im Ostteil werden die Platten neu verputzt und vor dem noch sanierungsbedürftigen Reichstag wird ein gigantisches Festivalareal abgesteckt, denn es ist der Sommer der 750 Jahrfeier der geteilten Stadt.

Zum ersten Mal komme ich in den Genuss von alkoholischen Getränken aus Wasserkanistern und in Berührung mit Tüten, die rauchen. Bruce Hornsby darf seinen einen Hit spielen, Genesis kann man komplett mitsingen, noch sind Gabriel und Collins vereint, atemlose Spannung als Annie Lennox den roten Leder BH vorführt und die gesamte Menge tanzt und singt zu den ungezählten Hits der Eurythmics. Die Veranstalter drehen die Hälfte der Lautsprechertürme gen Osten.

Und aus diesem Nebel heraus fliegt David Bowie an einem Spinnennetz den Reichstag herunter. Ziggy Stardust lebt und es gibt Leben auf dem Mars. Der Entschluss war gefasst: ich ziehe nach Berlin! Hier ist der Olymp. 

Claudia Wülker

P.S. Mit zunehmendem Alter verklären sich die Dinge eben herrlich….

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