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Ostsee erleben – auf nach Hiddensee – Teil 3

Quer über die Künstlerinsel 

Eingang Gerhart-Hauptmann-Haus Seit jeher lockt die einmalige Atmosphäre der Insel Schriftsteller, Dichter, Maler und Schauspieler an. Zu den prominenten Gästen zählten unter anderem Albert Einstein, Thomas Mann und Billy Wilder. Gerhart Hauptmann und Gret Palucca kauften sogar Häuser auf Hiddensee. Das Gerhard-Hauptmann-Haus in Kloster ist heute ein Museum, unweit vom Heimatmuseum Hiddensee.

Wilde Rosen  Kloster ist mit dem bereits erwähnten Heimatmuseum Hiddensee,

Inselkirche_Kloster … der Inselkirche, dem “Hauptmann-Haus” und verschiedenen Galerien das kulturelle Zentrum auf Hiddensee.

Heimatmuseum Hiddensee Es vereint Seebad, Künstlerkolonie und Feriendomizil. Grieben schließt sich als nördlichstes und kleinstes Dorf direkt an und mündet in dem alten und neuen Bessin der Boddenlandschaft.

Hafen Vitte  Heute gibt es nur noch rund dreißig Fischer, und so empfangen die Insulaner als Fuhrmann, Kellner oder Hafenarbeiter ihre Gäste vom Festland. Ihnen und sich wollten sie das Flair der Künstlerkolonie erhalten. Zum Beispiel halfen sie mit, die 1998 aus dem Berliner Figurentheater “Homunkulus“ hervorgegangene “Seebühne” Hiddensees zu etablieren. 

Brathering im Gasthaus zum Enddorn  Auch ein Besuch des gemütlichen Restaurants “Die Bilderkneipe” Enddorn in Grieben, mit regionaler Küche und geselliger Atmosphäre, steht immer wieder auf der Tagesordnung. Die große Terrasse lädt zum Entspannen ein, hier kann man sehr gut speisen, zum Beispiel Brathering.

Hiddenseeklause  Weiter geht es über die Insel, vorbei am Karusel, hin zur Hiddenseeklause kurz vorm Hafen von Vitte, bei lecker Milchreis, dazu ein gut gekühltes Hiddenseer.

Karusel Max Taut Versteckt hinter hohem Gebüsch, das Karusel, es ist unter anderem das originellste Haus Hiddensees. Der Architekt Max Taut entwarf den geschwungenen Rundbau einst für den dänische Stummfilmstar Asta Nielsen

Leuchtfeuer Dornbusch  Alles hat ein Ende, auch unser Aufenthalt auf Hiddensee…Wir freuen uns schon jetzt auf nächste Jahr, wenn es wieder heißt: Ostsee erleben – auf nach Hiddensee…

Zur Foyerausstellung: 1912 – Asta Nielsen in Babelsberg

Filmabend mit Livemusik
15. März 2012, 20 Uhr 

Gleich in ihrem ersten Film lotet Asta Nielsen ihr immer wiederkehrendes dramatisches Rollenmotiv aus: sie liebt unglücklich, wird leider nicht wiedergeliebt, aber von einem Dritten begehrt – in Abgründe (R: Urban Gad, DK 1910), dem Debüt des Theatermalers und späteren Nielsen-Gatten Urban Gad, liebt sie den Artisten Rudolph, der untreu und verstrickt in Spielschulden, sie überdies für die Begleichung seiner Zeche verschachern will. 

 Das Mädchen ohne Vaterland. Eine Episode aus dem Balkankrieg (R: Urban Gad, D 1912) ist der vierte Film der Nielsen-Gad-Serie: Zidra, ein Zigeunermädchen, wird von einer ausländischen Macht angeworben, soll eine im Grenzgebiet des Balkans liegende Festung auskundschaften. Doch Zidra verliebt sich ausgerechnet in den Leutnant, der die Festung bewacht. Die Stummfilme werden an der historischen Welte-Kinoorgel begleitet.

Den halbstündigen Film Asta Nielsen (R: Asta Nielsen, DK 1968) drehte Nielsen in eigener Regie über sich selbst (ihr letzter Film lag über 30 Jahre zurück) und damit über den Beginn des Films als Kunst. Ihr Gesprächspartner in diesem Film ist eben der oben genannte Darsteller des Artisten ihres Erstlings „Abgründe“. Für die Vorführung konnte eine für lang Zeit unentdeckte Filmkopie mit deutschen Untertiteln aus dem Dänischen Filminstitut in Kopenhagen beschafft werden.

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Abgründe R: Urban Gad, D: Asta Nielsen, Poul Reumert, Emilie Sannom, DK 1910, engl. ZT, 37’ 

Das Mädchen ohne Vaterland. Eine Episode aus dem Balkankrieg R: Urban Gad, Asta Nielsen, Paul Meffert, Max Wogritsch, D 1912, 27’ 

Asta Nielsen R: Asta Nielsen, DK 1968, Dok., OmU, 30‘ 

An der Welte-Kinoorgel: Helmut Schulte
Eintritt: 8 Euro, erm. 6 Euro 

Fotoquelle: Deutsche Kinemathek
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